Von Zeit zu Zeit fällt immer jemand auf, der seinen Dr-Titel nicht durch eigene Leistung erhalten hat.

Titelhandel war in der sogenannten guten alten Zeit eine völlig normale Angelegenheit.
Frankreichs Könige verhökerten Adelstitel und Ämter aller Art. Päpste nahmen neue Mitglieder
in flugs gegründete Heilige Ritterorden auf, wenn es galt, leere Kassen zu füllen.

Bei den Chinesen gelangte etwa während der Manchu- (Ch’ing-) Dynastie jeder zweite Titel –
und Würdenträger per Kauf zu seinen Ehren. Auch in deutschen Landeten fand niemand etwas
dabei, wenn etwa ein begüterter Vater für seine
nichterbenden Kinder (das väterliche Gut erben konnte stets nur der erstgeborene Sohn)
ein Amt kaufte, damit sie materiell versorgt waren.
Als schick galt es, den Zweitältesten Sohn in einen Bischofssitz einzukaufen, für den
drittältesten ein Offizierspatent zu erwerben und eine ordentliche Summe an ein Kloster
zu spenden, damit die sich zum Nonnen-Leben hingezogen fühlende Tochter gleich als Äbtissin
anfangen konnte.
Im Vatikan kann man auch heute noch verschiedene gutklingende Titel „einkaufen.
Für das Volk gibt es verschiedene wohlfeile Segensurkunden.

Ausgerechnet in unserer materialistischen Zeit würden, versuchen uns Heuchler weiszumachen,
Titel, Ämter und Ehrenzeichen nur noch nach Leistung vergeben.

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