Wladimir Putin schweigt zu den Rückschlägen in der Ukraine

Während die Ukraine im Osten des Landes wichtige Geländegewinne erzielt und den Gegner zurücktreiben kann, schweigt der russische Präsident Wladimir Putin weiterhin zu den Rückschlägen. Die «militärische Spezialoperation» werde wie geplant bis zum Ende durchgeführt, und Grundlagen für ein Treffen Putins mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski gebe es derzeit keine – das war bis jetzt der einzige offizielle Kommentar des Kremls zu den Ereignissen.

Darum ist es wichtig: Obwohl sich Moskau bedeckt hält, dringt die schwierige Lage in der Ukraine zum russischen Volk durch – sei es durch zaghafte Debatten in der Politik oder durch die sozialen Netzwerke. Während die Kriegstreiber nun mehr Härte im Kampf fordern, werden andernorts plötzlich Zweifel am Vorgehen im Nachbarland laut. Für Putin gibt es nur noch unpopuläre Auswege nach der Niederlage bei Charkiw.

Balaklija ist die erste grössere Stadt, die die ukrainischen Streitkräfte seit Beginn ihrer spektakulären Gegenoffensive vor einer Woche zurückerobert haben. Noch vor kurzem war die Ortschaft unter russischer Kontrolle. Die Besatzer fahndeten nach ukrainischer Literatur und planten, Kinder «umzuerziehen». Dies zeigen Dokumente im Rathaus der Kleinstadt.

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