Vatikan ordnet Vermögensverwaltung in der Schweiz neu

Schon seit längerem will der Vatikan seine Finanzgeschäfte im Investmentbereich neu strukturieren. Die Anlagepolitik soll zentralisiert werden. Dafür haben jetzt neun Unternehmen des Vatikans in der Schweiz fusioniert.

Neun für den Vatikan tätige Immobilien- und Finanzunternehmen in der Schweiz haben fusioniert. Es handelt sich um vier Einzelgesellschaften der Societe Immobiliere Florimont und drei der Societe Immobiliere Sur Collonges mit Sitz in Lausanne sowie die Gesellschaften SI Rieu-Soleil SA in Genf und Diversa SA in Fribourg. Sie sind jetzt unter dem Dach der Profima S.A. Societe Immobiliere et de Participations in Genf vereint. Tätigkeiten des Unternehmens sind Immobilien- und Kreditgeschäfte sowie Unternehmensbeteiligungen.

Bilanzsumme von mehr als 44 Millionen Euro
Nach dem Schweizer Handelsregisterauszug vom 27. April beträgt die Gesamtbilanzsumme der Unternehmen 46,6 Millionen Schweizer Franken (44,2 Millionen Euro). Die verwalteten Immobilienwerte reichen laut einem Bericht der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“ (Onlineausgabe Dienstag) teils in die Zeit der Lateranverträge von 1929 zurück; das Gründungsdatum von Profima liegt noch davor am 6. Juli 1926.

Der Vatikan arbeitet seit längerem an einer Neustrukturierung seines Investmentbereichs. Der neue Finanzchef Juan Guerrero, Präfekt des Wirtschaftssekretariats, kündigte an, die Anlagepolitik zu zentralisieren.

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